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Störungen im Mietverhältnis

„Haus und Grund" klärt über gängigste Probleme beim Hausfrieden und deren Lösungen auf.

Viele praktische Hinweise und Tipps hatte Rechtsanwalt Nicolas Schwab von der Kanzlei Schliffka und Schwab zum Thema „Störun­gen im Mietverhältnis" im Rah­men der Mitgliederversammlung des Haus- und Grundbesitzvereins am Dienstagabend im Sparkas­sen-Studio für die Mitglieder pa­rat. Allgemeine Vertragsverletzun­gen, die häufig zu Stress und Streit führen sind beispielsweise Lärm; die Kehrwoche oder die Verwahr­losung der Wohnung (Messi-Syn­drom). „Das Thema Kehrwoche ist schwer beherrschbar und benötigt viel Fingerspitzengefühl", betonte der Anwalt. Leichter sei es bei den anderen Themen, allerdings nur, wenn die Vorgehensweise von Anfang die richtige sei.

Wichtig seien dabei das Sammeln von Beweisfotos und die namentlichen Benennen von Zeugen, so zum Beispiel von Handwerkern oder auch ein exak­tes Lärmprotokoll. Doch es jst nicht einfach, in die Wohnung des Mieters zu gelangen. Denn der Vermieter hat keinen Anspruch, vorbeizuschauen und zu kontrol­lieren. „Ein Besuch ist aber im Rahmen der Ablesung der Ver­brauchsmessgeräte möglich", ver­rät Schwab. Einen Überblick kön­ne sich der Vermieter auch ver­schaffen, wenn er die Eichungen der Geräte, für die er zuständig ist, überprüfe. „Man sollte das offene Wort suchen, wenn es Probleme gibt, wichtig sind aber vor allem Beweisfotos", betont der Jurist, der weiß, dass man Prozesse im­mer am Anfang und nicht am Schluss verliert, dann nämlich, wenn Zeugen, in der Regel min­destens zwei, nicht namentlich benannt werden können und Fo­tos fehlen. „Wie komme ich an Bil­der?", fragt ein Zuhörer nach. Hier können manchmal Handwerker oder Makler hilfreich sein. Auch bei Aufzeichnungen von Lärmstörungen sind verlässliche Beweise entscheidend. Datum, Uhrzeit, Dauer und die Art des Lärms sind wichtig und schriftlich festzuhalten. Genauso entschei­dend ist die schriftliche Abmah­nung mit dem Zusatz am Ende: „Für den Fall, dass die Vertrags­verletzung andauert, kündige ich den Mietvertrag." ·setzt sich das Problem dennoch fort, sind erneut Beweise notwendig. -Spätestens ab der Kündigilng empfiehlt der Ju­rist, einen Anwalt einzuschalten. Über die Tücken der Grund­steuerreform informierte Steuer­berater Benjamin Dürr von der Kanzlei Kaiser, Heubach und Part­ner. Dass der Verein „Haus und Grund" mit seinen knapp 1800 Mitgliedern gut aufgestellt ist, be­wies der positive Kassenbericht vön Rainer Schäfer. „Wir können keine großen Kuchen backen, aber wir haben ein gutes Fundament für die Zukunft geschaffen", be­tonte Lothar Girrbach von „Haus und Grund", der künftig davon ausgeht, dass sich das Vereinskli­entel ändert. Denn mittlerweile hätten auch Bürger mit ausländi­schen wurzeln Wohneigentum. In den Beirat wurde Richter Michael Terhorst gewählt.

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